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Einführung

Forschungsdatenmanagement (FDM) bezeichnet alle Aktivitäten, die mit der Aufbereitung, Speicherung, Archivierung und Veröffentlichung von Forschungsdaten verbunden sind. Ausgehend von gängigen Leitlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis, wie sie z. B. die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) formuliert hat, ist die TU Clausthal bestrebt, ihren Forscher*innen die Möglichkeiten für ein Management der eigenen Forschungsdaten zu bieten. Das Ziel ist es, den Datenlebenszyklus weitestgehend mit Angeboten der TU begleiten zu können. Umfangreiche Informationen und Unterstützungsangebote zum Forschungsdatenmanagement an der TU Clausthal finden sich auf diesen Webseiten der Universitätsbibliothek.

Am Forschungszentrum Energiespeichertechnologien (EST) hat sich eine Arbeitsgruppe gebildet mit der Zielsetzunng, einen Basisstandard für ein FDM zu entwickeln, der für alle Forschungsprojekte Anwendung finden soll. Die Ergebnisse dieses Diskussionsprozess werden in diesem Wiki zentral niedergelegt und im Sinne eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses stetig aktualisiert. Das Wiki dient dabei einerseits als Informationsquelle für die anzulegenden Regelungen und Standards, andererseits stellt es auch an den jeweiligen Stellen die zur konkreten Umsetzung erforderlichen Werkzeuge, Checklisten o.ä. bereit.

Nutzen eines FDM

Ein strukturiertes FDM verfolgt keinen Selbstzweck sondern kann sehr als intrinsisch und extrinsisch motiviert angesehen werden:

Intrinsische Motivation Aus einer Integration des FDM in den laufenden Forschungsprozess ergeben sich die folgenden Vorteile:

  • Erleichterung der Datensammlung (Nutzerschnittstelle) und deren Analyse​
  • Verbesserung der Zusammenarbeit​ im Team
  • Langfristige Nachnutzbarkeit der Daten, z.B. in Folgeprojekten

Darüber hinaus kann auch die Außenwirkung, und damit auch die Bedeutung, der eigenen wissenschaftlichen Arbeit erhöht werden durch

  • eine höhere Reputation durch Wiederauffindbarkeit / Weiternutzung​ bereits erhobener Daten und
  • dem Nachweis eines methodisch sauberen Arbeiten aus, das auch Rechtssicherheit schafft.

Extrinsische Motivation

Der Einsatz eines FDM wird verstärkt auch von Fördermittelgebern gefordert und ist z.T. bei der Antragstellung ausführlich darzulegen. Als beispielhafte Regularien sind u.a. zu nennen:

Zusammenfassend erfüllt ein strukturiertes Management von Forschungsdaten die folgenden Zwecke:

  • Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis
  • Interne / offene Nachnutzung bereits erhobener Daten
  • Referenzierung
  • Reproduzierbarkeit

Werkzeuge

Zentrales Werkzeug für ein solches Datenmanagement ist der Datenmanagementplan. Dabei gilt es bereits bei der Planung der Datenerhebung sämtliche im Zusammenhang mit der Erhebung und Nutzung von Forschungsdaten verbundenen Tätigkeiten entlang des Datenlebenszyklus zu beschreiben um sicherzustellen, dass diese stets Anforderungen entsprechend durchgeführt werden.

start.1654153006.txt.gz · Zuletzt geändert: 02.06.2022 08:56 von Jens-Peter Springmann
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